Warum ist das Zugehörigkeitsgefühl von Mitarbeitern ausschlaggebend für den Firmenerfolg?

Linda Koch
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In der heutigen Zeit wird viel Wert auf das Engagement der Mitarbeiter gelegt. Das hierbei jedoch zwischen zwei Formen von Engagement unterschieden werden muss, wird häufig außer Acht gelassen. Engagement ist keine simple Thematik, welche Sie mal eben zwischen Tür & Angel klären können, denn Unternehmen müssen zwischen der Begeisterung von Mitarbeitern für Ihren Job und der Begeisterung für Ihren Arbeitgeber differenzieren. Schließlich ist es möglich, dass Mitarbeiter zwar sehr engagiert bei ihrer Arbeit sind, sich aber nicht mit dem gesamten Unternehmen verbunden fühlen oder umgekehrt.

 

Bei der Betrachtung des Engagements lohnt es sich, die beiden Arten zu unterscheiden. Nur dann können Sie separate Strategien entwickeln, um die unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen. Ein vielschichtiger Ansatz ist erforderlich, um die Motivation und das Engagement am Arbeitsplatz umfassend zu berücksichtigen.

 

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Unterschiede zwischen Arbeitsengagement und Unternehmensorientierten- Engagement, zusammen mit einem Beispiel aus der Praxis, das zeigt, was passiert, wenn die Balance nicht stimmt.

 

Also, was ist Mitarbeiterengagement?

 

  1. Begeisterung für den eigenen Job

 

Na klar – Begeisterung für den eigenen Beruf ist unerlässlich bei der Betrachtung von Engagement. Die Beziehung des Mitarbeiters zu seiner eigenen Arbeit wird Jobengagement genannt & legt sein Hauptaugenmerk auf die Rolle des Einzelnen in einem Unternehmen. Die intrinsische Motivation, die ein Arbeitnehmer seiner Rolle und Position in einem Unternehmen zu teil werden lässt, ist elementar für die Betrachtung des Engagements.

 

Zu einem positiven Arbeitsengagement gehört es, einen tieferen Sinn in der geleisteten Arbeit zu sehen, der über die nächste Gehaltsabrechnung hinausgeht. Der Arbeitnehmer wird seiner persönlichen Rolle einen Wert beimessen, der wahrscheinlich mit seiner eigenen Selbstwahrnehmung verbunden ist.

 

Die Art und Weise, wie der Einzelne seine Arbeit empfindet, ist hier entscheidend; wenn er sie als wertvoll und wichtig empfindet und einen wirklichen Unterschied zum Gesamtbild macht, ist das Engagement der Mitarbeiter im Regelfall deutlich höher. Ein engagierter Mitarbeiter wird sich um die gesamte Organisation kümmern und daran arbeiten, die Ziele des Ganzen voranzubringen.

 

  1. Begeisterung für den eigenen Arbeitgeber

 

Organisatorisches Engagement betrachtet die Thematik nochmal deutlich weitgefasster. Anstatt sich nur auf das Individuum zu konzentrieren, umfasst es stattdessen das emotionale Engagement des Mitarbeiters gegenüber der Organisation und ihren Zielen. Die Verbesserung des organisatorischen Engagements hat erhebliche Vorteile für Unternehmen; wenn sich alle Arbeitnehmer gleichermaßen für das gemeinsame Ziel engagieren, steigen Produktivität, Motivation und Zusammenhalt.

 

Die Sicherstellung des organisatorischen Engagements auf allen Hierachieebenen ist eine weit verbreitete Herausforderung für Unternehmen. Es besteht immer die Gefahr, dass Mitarbeitende ihre Rolle als singulär und nicht als ganzheitlich betrachten; als eine Aufgabe, die zu erledigen ist, die man hinter sich lässt und vergisst, sobald man nicht mehr am Arbeitsplatz ist. Erfolgreiches Engagement für den eigenen Arbeitgeber erfordert Hingabe für ein Unternehmensziel und die Möglichkeit, Teil etwas Größerem zu sein.

 

 

Ein spannendes Beispiel

 

Wenn Ihnen das Betriebliche- Engagement eher wie ein “nice to have” anstatt eines Muss vorkommt, werden Sie diese Einstellung gleich nochmal überdenken. Das folgende Beispiel zeigt, was passiert, wenn ein Unternehmen die Bedeutung des organisatorischen Engagements und die Auswirkungen auf seine Gewinne außer Acht lässt.

 

Ein Klempner besucht einen Kunden, um ein Rohrbruch zu beheben. Er ist hilfsbereit, fähig und gibt sich alle Mühe, einen guten Job zu machen. Der Hauseigentümer ist von seinem Service begeistert und erwähnt, dass das Bad bald erneuert werden muss. Der Klempner lächelt und zwinkert ihm zu. Dann verrät er drei Methoden, um das bestmögliche Angebot zu erhalten; alle beinhalten Aspekte des Wechsels des Dienstleistungsanbieters.

Der Hausbesitzer befolgt diesen Rat und sichert sich einen beträchtlichen Rabatt auf den Dienstleistungsanbieters.

Was können wir also aus dieser Geschichte mitnehmen? Sie ist sicherlich nicht ungewöhnlich und einige von uns werden ähnliche Szenarien bereits erlebt haben.

 

Sein Engagement gegenüber seiner Arbeit:

Sehr hoch. Der Klempner ist stolz darauf, einen ausgezeichneten Service zu liefern und seinen Kunden zufrieden zu stellen.

 

Sein Engagement gegenüber seinem Arbeitgeber:

Sehr niedrig. Der Klempner fühlt sich nicht an seinen Arbeitgeber gebunden und untergräbt sie in dem Bemühen, die Kundenzufriedenheit zu erreichen.

 

Ergebnis:

Ein zufriedener Kunde, der nun weniger Gewinn für das Unternehmen generiert. Bei vorhandenem organisatorischem Engagement würde dieser Kunde jedoch immer noch den normalen Preis zahlen und wäre mit den Serviceleistungen genauso zufrieden.

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