WhatsApp: 3 Gründe, weshalb der Messenger nicht für die Arbeit geeignet ist

Linda Koch
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Wenn ein Handy aufleuchtet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine Push-Benachrichtigung von WhatsApp handelt. Der Anbieter hat in Deutschland mehr als 58 Millionen aktive Nutzer. Diese verschicken durchschnittlich 1.000 Nachrichten pro Monat. Die Kennzahlen sind nicht nur wahnsinnig hoch, sondern auch wahnsinnig gefährlich für Arbeitgeber, wenn es sich bei den Nachrichten um Arbeitsinhalte oder -dokumente handelt.

Warum es nicht nur unangebracht, sondern verboten ist, Unternehmensinterna über den Messenger zu verbreiten, erklären wir Euch im Folgenden.

 

  1. Datensicherheit

 

Der Datenschutz ist ein vielfältiges, aber nicht unergründbares Thema. Grundlegend geht es hierbei um die Themen Hosting und Nutzung der Userdaten. Der Messenger WhatsApp wird in den USA gehostet, was zu dem Problem führt, dass sich das Unternehmen nicht an die europäischen Datenschutzgesetze halten muss. Es ist bekannt, dass WhatsApp Ende-zu-Ende verschlüsselt, allerdings gibt es ein allgemeines Problem mit der Kontosicherheit. Cyberkriminelle haben Systeme entwickelt, um die Nutzer aus dem eigenen Profil zu entfernen. Beispielsweise werden bösartige Links oder der 6-stellige Pin Trick angewandt, um sich in Sekundenschnelle Zugriff auf ein Konto zu verschaffen. Zum einen werden hier wertvolle Informationen gestohlen und zum anderen Lösegelder gefordert, damit User wieder Zugriff auf Ihren Account bekommen. Zu dem stellt WhatsApp keine unternehmenstaugliche Verschlüsselung bereit, was den Datenfluss sehr sensibel für Trojaner und Hacker macht.

 

Der größte Knackpunkt ist jedoch, dass WhatsApp davon lebt, die gesammelten Benutzerinformationen auf dieselbe Art und Weise wie Facebook zu nutzen – personalisierte Werbung auf allen Plattformen der Facebook- Gruppe. Diese Problematik wurde durch das Zwangsupdate im Februar 2021 nochmal verdeutlicht. Der Protest der Nutzer war groß, da sie sich entscheiden müssen, ob sie die neuen Nutzerbedingungen akzeptieren und Ihre kompletten Daten zur Verfügung stellen oder die Plattform verlassen wollen. Die Update-Frist wurde daraufhin auf den 15. Mai 2021 verschoben. Dies kann zwar als kleines Eingeständnis gewertet werden, löst allerdings nicht die Problematik.

 

  1. Work-Life-Balance

 

Die Trennung von privatem und beruflichen ist für Arbeitnehmer äußerst relevant. Wir sind bei WhatsApp 24/7 erreichbar und stets auf Abruf bereit. Um das Arbeits- besser vom Privatleben trennen zu können, vermeiden Sie die mediale Überforderung und geben Ihren Kollegen die Möglichkeit, Arbeitsdokumente nicht mehr „sehen zu müssen“.

Auch spielt hier die Sicherheit wieder eine Rolle. Wem ist es noch nicht passiert, dass eine Nachricht aus Versehen in einen falschen Chat geschickt wurde? Vertrauliche Inhalte sind im Enterprise-Messenger geschützt, können ausschließlich mit Kollegen geteilt werden und die Admins eines jeden Systems legen fest, welcher Nutzer, welche Rechte hat, sodass auch intern nicht willkürlich Dokumente verteilt werden können.

 

  1. Anwendungsmöglichkeiten

 

WhatsApp bietet keinerlei Möglichkeiten Informationen und Nutzer zu verwalten, Kollegen ohne mobile Rufnummer einzubinden oder individuelle Einstellungen auszuwählen. Während der Messenger im privaten alle Bedürfnisse erfüllt und einen reibungslosen Austausch mit Freunden und Verwandten ermöglicht, sind die Handlungen im beruflichen Umfeld begrenzt. Wenn Sie hingegen einen Business-Messenger nutzen, laufen Sie nicht Gefahr, dass Ihre internen Unternehmensdaten für Webezwecke verkauft werden, Ihre Mitarbeiter durch die dauerhafte Erreichbarkeit gestresst werden und Sie die Kontrolle über die Kommunikationswege verlieren.

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